First day in Tokyo!

Startschuss der wilden Japanwochen:

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Natürlich erstmal mit gediegenem Tour-Shit. Direkt in den Roppongi Hills, indem das diesjährige Tokyo International Filmfestival stattfindet, rennen sich Japaner und Touristen zugleich die Füße wund um auf die Sky Access Lounge mit angrenzendem Museum zu kommen. Zu bestaunen gibt is nicht mehr oder weniger die komplette Skyline der Stadt. Zuerst hinter Glas und schön gemütlich im Rundgang nebst Ruinart-Lounge oder Sky-Cafe. Doch natürlich ist in Japan alles ein wenig anders als sonst auf der Welt und so wird man dieser Tage, wenn der Skillift einen in den 52. Stock katapultiert hat, von einem komplett geschminkt und kostümierten Halloween-Empfangs-Komitee empfangen. Plaste-Kürbis und Papp-Aufsteller in die Hand gedrückt und weiter gehts.

Zu bewundern gab es auf der warmen 52. Etage noch eine Ausstellung des Fotografen … der nicht nur seine Bilder der exzellenten Aussicht zeigt, sondern auch selbst daneben steht und sich verneigend bedankt, wenn das eine oder Foto etwas näher beäugt.

Doch erstmal the view checken:

View of the Tokyo Skyline from the 52nd floor of the Sky Observation Deck
View of the Tokyo Skyline from the 52nd floor of the Sky Observation Deck

Läuft: Auch wenn man direkt daran denken muss, das Gamera oder Godzilla um die Ecke warten um den Tower aus den Boden zu reissen um das rote Ungetüm als Zahnstocher zu missbrauchen, schick ist der Fernsehturm hier allemal.

Nach Sonnenuntergang wird erstmal mit Musik das ganze Teil erleuchtet, wie hier in dem Video zu sehen ist…

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… nach kurzer Recherche war aber klar, die Musik gehört nicht zum Illumisierungs-Ritual, sondern wird hier in der Stadt immer gegen 5 Uhr gespielt. Wieso? Klar, weil es die Kids draussen auf den Strassen daran erinnern soll, bald nach Hause zu gehen. Schliesslich geht ja auch die Sonne unter.

Wer ganz mutig ist, der kann nicht nur in die Lounge, sondern auch direkt aufs Dach des Sky Trees. Ein wenig windig, ein wenig kühl aber bei dem Ausblick schon die extra 500 Yen wert.

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Nach dem Touri-Ausflug ging es noch auf Reise-Steckdosen-Adapter-Suche: Denn, nicht wie bei Conrad auf den Beschreibungen angepriesen, ist in Japan was in die Steckdose kommt genau so geformt wie in den USA, den Japanern fehlt die Erdung.

Japan:

3537156

USA:
83200

Fast, aber eben nicht wirklich richtig. Gut, in Roppongi gibt es laut Aussagen aller Japaner die ich fragte und die mir mal im weniger, mal im mehr gebrochenem englisch antworteten, keinen Elektromarkt. Also auf nach Shinjuku:

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Nachdem der arme Mitarbeiter mit mir nicht nur in jeden Stock seines Kaufhauses gefahren ist und mich über alles mögliche im Strom- und Stecker-Bereich zu informieren schien, war wohl angeblich Japan auf Europa ausverkauft. Also selbst einen gegriffen und dann mit knurrendem Magen die Strassen runter gelaufen.

Im erstbesten Laden, der vor der Tür Gerichte als Plastik ausstellte schnell mal eben mit dem Finger auf was halbwegs leckeres gezeigt, wurde ich auch inmitten der schlürfenden und schmatzenden japanischen Gesellschaft platziert. Plötzlich setzte sich ein recht interessiert drein schauender junger Mann zu mir an den Tisch und plauderte munter auf Englisch drauf los. Als ich verriet, dass ich Deutscher bin, kamen direkt Worte wie Düsseldorf, Fräulein und Oktoberfest aus seinem Mund. Shimizu kannte sich ganz gut aus. Doch warum fragte ich. Er liebt Filme, vor allem die mit Nazis! Meinem verwundertem Blick folgte ein demonstrativer Hitlergruss. Die etwas schärferen Schweinefilet-Stückchen auf dem Teller blieben mir direkt im Halse stecken. Ein paar Minuten später wusste ich so ziemlich alles über den verwirrten Mann. In der Nähe von Hiroshima geboren, 73 Jahre alt, die man ihm überhaupt nicht ansieht. Nazis sind für ihn wohl ziemlich cool, weil die immer in den besten Actionfilmen zu sehen sind. Stolz zeigt er mit seinen neu erworbenen Netflix Account. Bier mag er übrigens auch, aber nicht zufiel, sonst tanzt er auf den Tischen. Kurt, hiess ein Kumpel von ihm, der in den Siebzigern zu Besuch in Hiroshima war. Von ihm hat er wohl die Oktoberfest Geschichten gehört. Die Nazisache findet kam aber von allein. Die sind immer so cool fies in den Filmen, findet Shimizu super. Ich versuche ihm zu erklären, dass die Nazis ziemlich viele Gräueltaten angerichtet haben. Er winkt ab: Humbug. Wir schlürfen so an unserem Essen herum, als plötzlich wieder seine Hand gen Himmel ragt. Die Gäste um uns sind allesamt ziemlich unbeeindruckt. Scheint wohl niemanden zu interessieren.

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Was soll’s: ich mache mich nach dem Essen langsam aus dem Staub und muss erstmal ins Bett.

Wer sich die Aussicht nicht entgehen lassen will, fährt nach Roppongi auf die Roppongi Hills und findet dort direkt den Tokyo Sky Tree. Eintritt kostet 1800 Yen + 500 Yen, wenn man aufs Dach will.

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